die kabale der scheinheiligen. das leben des herrn moliere an der volksbühne

Im September beginnt an der Berliner Volksbühne die 25. und zugleich letzte Spielzeit der Intendanz von Frank Castorf. Es gibt wohl nur wenige Intendanten, die ein Theater so lange geleitet haben (der Leipziger Karl Kayser gehört übrigens dazu). Der bevorstehende Wechsel an der Volksbühne hat vielerorts zu Unruhe geführt, auch an der Volksbühne selbst, wo große Teile der Belegschaft nach dem ersten Zusammentreffen mit dem kommenden Intendanten Chris Dercon einen offenen Brief geschrieben haben. Natürlich weiß niemand, was Dercon bringen wird, aber Zweifel sollten erlaubt sein, ob es für den Kulturstaatssekretär Tim Renner dereinst ein Ruhmesblatt sein wird, die Ära Castorf beendet zu haben.

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volk ohne bühne – eine streitschrift

Die Diskussion um die Nachfolge von Frank Castorf bestimmt die Kulturfeuilletons der letzten Wochen. Doch das Hin und Her zwischen Castorf, Dercon und Renner verdeckt die eigentlich existenzielle Fragen: die zur Zukunft der Theater, aber auch der Kunst im Allgemeinen.

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le vin, la chanson – cléo verzaubert eine sommernacht

An der Saale hellem Strande stehen nicht nur Burgen stolz und schön, sondern auch entzückende Weingüter. Auf dem entzückendsten – dem » Weingut Hey malerisch in den Weinbergen über Naumburg gelegen – haben sich am Samstag Katrin Kaspar (vom vorletzten Lieblings-Schauspielstudio) und ihre vier Herren von » Cléo die Ehre gegeben.

Französischer Chanson, Jazz und Pop, bekannte Lieder, eigene Songs; ausnahmslos Ausnahmemusiker an Klavier, Schlagzeug, Bass und Gitarre und eine Sängerin die ganz zart genauso gut kann wie herrlich rotzig. Und die neben all der schönen l’amour auch wirklich etwas zu sagen hat. Ihr Dans ma rue haut uns ja jedesmal aufs Neue weg … Dazu Wein, Käse, Sommer: Kurz, es war ein wunderschöner Abend, aber schaut selbst:

 

candide voraus: das sommertheater der cammerspiele sucht noch unterstützer

Das Leben ist das pure Glück! Man sollte den ganzen Tag nur tanzen!

Mit Candide und seinem Diener Cacambo tanzen die Cammerspiele ab 20. Juli durch den Sommer und suchen frei nach Voltaire die beste aller möglichen Welten in der letzten aller möglichen Welten – Eine groteske Reise durch die unterschiedlichsten Utopien und Vorstellungen von Glückseligkeit. Erste Videos zeigen schon jetzt, dass die sieben Damen und Herren zu den Klängen des Leipziger Musikers LOT rhythmisch, komödiantisch und vor allem sportlich aus den Vollen schöpfen und alles geben werden.

Parallel zu den schweißtreibenden Endproben läuft auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne. Das gesammelte Geld soll die Kostüme finanzieren helfen. Ja, und Deo, hört man, bräuchten die Kollegen auch. Und zwar dringend ;)  Neben ewigem Dank winken Postkarten, Plakate und Freikarten als Dankeschöns. Noch bis zum 17. Juli kann gespendet werden – und zwar hier:  » startnext.com/candide

Gespielt wird im Garten der » galerie KUB. Wir freuen uns auf die Premiere!


» Candide oder Die letzte aller möglichen Welten
Das Sommertheater der Cammerspiele frei nach Voltaire. Premiere am 20. Juli, weitere Vorstellungen 21.-23. Juli / 27.-30. Juli / 3.-6. August und 12.-13. August jeweils 19:30 Uhr in der galerie KUB (Kantstr. 18). Tickets u.a. im INFOBÜRO WERK 2, Reservierungen unter 0341/ 30 67 606