ein gejagter der zum jäger wird
schauspielstudent max hubacher ist der hauptmann

Gerade mal Mitte Zwanzig, noch Schauspielstudent und schon die großen Filmrollen: Max Hubacher vom Studio Schauspiel Leipzig ist ab kommender Woche als Der Hauptmann im Kino zu sehen: der Film erzählt die (wahre) Geschichte des jungen Gefreiten Willi Herold, der auf der Flucht vor der Front in die Rolle eines Hauptmannes schlüpft und nach und nach dem Rausch der so gewonnenen Macht verfällt.

 

Max Hubacher als "Der Hauptmann" © Weltkino Verleih

Max Hubacher als „Der Hauptmann“ © Weltkino Verleih

Max Hubacher stammt aus Bern und hat trotz seiner jungen Jahre und Noch-Ausbildung schon viel vor der Kamera gestanden. Für seine Rolle in Der Verdingbub gab’s 2012 den Schweizer Filmpreis als bester Hauptdarsteller. An der Seite von Devid Striesow und Maren Eggert war er in Nichts passiert zu sehen und spielt aktuell gleich in mehreren schweizer Kinoproduktionen große Rollen.

Keine alltägliche Rolle und auch  keine alltägliche Filmkarriere – Wir haben da mal ein paar Fragen:

Max, ab Donnerstag bist du als „Der Hauptmann“ im Kino zu sehen – einem jungen Hochstapler in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs. Was ist das aus deiner Sicht für ein Typ? 

Max Hubacher: Ein Gejagter der zum Jäger wird, ein Gaukler, ein Jugendlicher, der vor allem Eins will: Überleben.

Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet? Macht es einen Unterschied, dass es diesen Willi Herold tatsächlich gegeben hat?

Max: Wir haben jede Szene im Vorfeld geprobt, was bei Filmprojekten eher unüblich ist. Zudem gab’s eben dadurch, dass es den Willi Herold tatsächlich gab, sehr viel Recherchematerial, was natürlich hilfreich ist. Der Regisseur Robert und ich haben zusammen ein dickes Rollenprofil erarbeitet, dass ich aber nicht verraten möchte. Der Zuschauer soll sich seine eigenen Gedanken dazu machen.

Du bist noch ziemlich jung und der Hauptmann ist mitnichten deine erste Kinohauptrolle – Wie bist du zum Film gekommen?

Max: Ich war damals im Jugendclub vom Schlachthaus Theater Bern, wo mir unsere Spielleiterin von einem Casting für den Film „Stationspiraten“ erzählt hat. Da bin ich hin und es hat glücklicherweise geklappt. Ich weiss noch wie froh ich war, nicht in die Schule zu müssen, sondern drehen zu können!

Das Schauspielstudium hast du erst eine Weile nach den ersten Kinoerfolgen begonnen und ziehst das trotz vieler Drehs auch durch. Was lernt man beim Studium, was am Set?

Max: An der Schule lernst du vor allem den Mund aufzumachen beim Sprechen, wobei beim Film hingegen ja eher das Gegenteil der Fall ist :) Durch die Schule habe ich noch mal angefangen, komplett neue Dinge auszuprobieren, anstatt mich auf das zu berufen, was ich bereits über mich weiss. Das versuche ich beim Spielen immer einzusetzen, damit jede Rolle etwas Neues sein kann. Der Begriff Flexibilität beschreibt das wohl am besten. Diese will ich mir bewahren!


Danke, Max, wir sind gespannt! Am 14. März ist Leipzig-Premiere in den Passage Kinos – wegen der großen Nachfrage zeitversetzt in zwei Kinosälen, mit Regisseur Robert Schwentke und natürlich mit Max Hubacher. Regulärer Kinostart ist dann am Donnerstag, dem 15. März.

Vater Ubu © Rolf Arnold

Der fünfte von rechts: Max Hubacher in König Ubu  © Rolf Arnold

Auf der Bühne seht ihr den Schauspieler zur Zeit als Bougrelas und als fulminantes Pfuinanzpferd in » König Ubu/Ubus Prozess; demnächst in „Little Shop of Flowers“, dem dritten Teil von Ceci n’est pas un HYPE! im Leipziger Petersbogen – Premiere am Gründonnerstag, dem 29. März und zusammen mit seinem Studienkollegen Elias Popp am 18. April im Schauspielhauskeller in Melvilles Bartleby.


» Der Hauptmann – Film-Website
» Filmpremiere 15.3. 19:45 und 20:15 Uhr, Passage Kinos

» Little shop of flowers 29.-31. März und 5./7. und 8. April, Leipzig Petersbogen
» König Ubu/Ubus Prozess wieder am 25. März und am 6. April
» Bartleby ab dem 18. April