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schlag auf schlag im schiffsbauch – premiere für clemens meyers o’neill-übertragung

Eugene O’Neills Stück „Der haarige Affe“ hatte ich bis zum vergangenen Frühjahr noch nie auf der Bühne gesehen, dann fuhr ich nach Hamburg, um mir Frank Castorfs Version anzuschauen. Ein paar Monate später war nun erneut Gelegenheit, das Stück auf der Bühne zu sehen – im Schauspiel Frankfurt. Dort hatte man den Leipziger Autor Clemens Meyer mit einer Neuübersetzung des Stücks beauftragt.

sommertheater 2018 – cammerspiele: ich bin das tier

Wer beim Sommertheater nicht auf leichte Unterhaltung durch eine Komödie aus ist, der ist bei den Connewitzer Cammerspielen genau richtig. Wie schon seit einigen Jahren wird die Galerie KUB in der Kantstraße bespielt. Die Cammerspiele haben sich in diesem Jahr William Goldings Roman „Herr der Fliegen“ vorgenommen, den sie unter dem Titel „Ich bin das Tier“ auf die Bühne gebracht haben (Regie: Antje Cordes und Tim Kahn).

faust reloaded – tt2018

Ein paar Nach(t)gedanken zur Eröffnung des Berliner Theatertreffens 2018 mit der wiederauferstandenen Faust-Inszenierung von Frank Castorf.

lebendiger theaterzauber – jan neumanns sommernachtstraum in weimar

Vor etwa zwei Jahren hatte in der Weimarer Nebenspielstätte Redoute Shakespeares „Sommernachtstraum“ in der Regie von Jan Neumann Premiere. Obwohl von der überregionalen Presse kaum beachtet und in den Lokalzeitungen weitgehend verrissen, kam die Inszenierung beim Publikum gut an und wird mittlerweile im Großen Haus des Deutschen Nationaltheaters gespielt: am vergangenen Wochenende vor sehr gut gefülltem Haus, zu Gast dabei auch die Mitglieder der Shakespeare-Gesellschaft, die gerade in Weimar tagten.

die volksbühne ist tot – es lebe die volksbühne…

…oder vielleicht besser: Es lebe Frank Castorf! Denn während die neue Leitung am Rosa-Luxemburg-Platz nach holprigem Start versucht, neue Wege zu finden, zieht F.C. wie gewohnt seine Bahnen. Nach einem weiteren Dostojewski in Zürich ist er nun nach Berlin zurückgekehrt. Am Berliner Ensemble hat er ein wahres Schwergewicht von Roman auf die etwas kleinere Bühne gewuchtet: Victor Hugos anderthalbtausendseitiges Werk „Les Misérables“.