Blog

herr pannicke radelt zur euro-scene

Der November bringt Festivalstimmung auf Leipziger Bühnen – wie nun schon seit etlichen Jahren hatte Ann-Elisabeth Wolff für die euro-scene ein abwechslungsgreiches Programm zusammengestellt. Insgesamt 12 Inszenierungen – mit dem Festivalpass kann man die alle sehen, so dass es recht preiswert wird, wenn man Zeit und Muße hat, sechs Tage lang im Durchschnitt jeweils zweimal im Theater zu sein.

der ewige kampf – hartmanns woyzeck am dt

Sebastian Hartmann hat am Deutschen Theater Büchners Woyzeck inszeniert. Die Rollen teilen sich Katrin Wichmann und Benjamin Lillie, für die Musik sorgt Ch. Mäcki Hamann. Neben dem Woyzeck-Text kommen auch „Der Hessische Landbote“ und „Lenz“ vor, außerdem noch Texte von Heiner Müller (Hydra und Bildbeschreibung). Inspiriert von Müllers Bildbeschreibung hier nun eine Stückbeschreibung:

die kultur könnt ihr euch in die haare schmieren! alex eisenach macht frankfurt den fauser

Lange Zeit kannte ich von Frankfurt am Main nur den Bahnhof als Ort des Umsteigens. Doch die zu Ende gehende Spielzeit hat uns Centraltheaterfreunden diverse Gelegenheiten geboten, zu Theatern außerhalb Leipzigs zu reisen, und so kenne ich nun auch den Weg vom Frankfurter Hauptbahnhof zum dortigen Theater. Der führt an einigen Kneipen vorbei, die man aus Jörg Fausers Roman Rohstoff zu kennen glaubt. Und Jörg Fauser war auch der Anlaß für einen Frankfurt-Besuch am vergangenen Wochenende, aber der Reihe nach.

bildgewaltiges fest der schauspieler – hartmanns löwe brüllt am deutschen theater

Um ein Stück von Sebastian Hartmann sehen zu können, mußte man bisher nach Leipzig kommen – noch läuft hier die Studioinszenierung Der große Marsch. Seit letzten Freitag hat nun auch Berlin wieder einen Hartmann-Abend. Am Deutschen Theater inszenierte er Der Löwe im Winter, ein Stück von James Goldman, das in den 60er Jahren ein großer Broadway-Erfolg war und 1968 mit Peter O’Toole und Katharine Hepburn verfilmt wurde.

die euro-scene 2013 – ein rückblick

Bereits zum 23. Mal fand in der vergangenen Woche die Leipziger euro-scene statt, das Festival zeitgenössischen Theaters. Aus zwölf Gastspielabenden aus elf Ländern in acht Spielstätten ließ sich ein volles Programm zusammenstellen. Unser Autor Thomas Pannicke hat in der knappen Woche acht Inszenierungen gesehen. Über zwei davon soll hier berichtet werden.

der neue clemens meyer roman ist da

In den jüngst vergangenen Theaterzeiten war (viel von) Clemens Meyer auf der Bühne zu sehen. Damit ist es wohl erst einmal vorbei, zum Trost ist jetzt der neue Roman des Leipziger Autors erschienen. „Im Stein“ führt mit einer wahren Fülle an Charakteren ins Rotlichtmilieu. Und ist schon auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Am 8. September liest Clemens in der Moritzbastei.