centralspieler auf der kinoleinwand

Am 16. Januar startet zum 33. Mal das renommierte Max Ophüls Festival in Saarbrücken. In den Kategorien Spielfilm, Kurzfilm und Dokumentarfilm treten über 60 Produktionen in den Wettbewerb. Aus Leipziger Sicht dabei sind Marina Frenk, Anna Blomeier, Clemens Meyer und Henrike von Kuick. Letztere ab Februar auch im Kino.

Lust auf ein Wiedersehen mit Henrike von Kuick? Die ehemalige Centralspielerin ist in Hans Weingartners (Das weiße Rauschen, Die fetten Jahre sind vorbei) neuem Film dabei, der das Max Ophüls Festival in Saarbrücken eröffnet.

Weingartner erzählt in seinem Psychodrama Die Summe meiner einzelnen Teile von Freundschaft und Widerstand, Wut und Neuanfang. Der geniale und ehemals erfolgreiche Mathematiker Martin (Peter Schneider) flüchtet sich nach Zusammenbruch und  Psychiatrieaufenthalt zusammen mit einem geheimnisvollen Jungen in den Wald. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird. Die Summe meiner einzelnen Teile kommt am 2. Februar 2012 in die Kinos.

Im Wettbewerb des Ophüls Festivals finden sich noch weitere Bekannte:

Marina Frenk in TOTEM

Marina Frenk spielt in TOTEM, dem Abschlussfilm von Jessica Krummacher (Hochschule für Fernsehen und Film München), die Hauptfigur Fiona, die als Haushälterin in das Reiheneckhaus der Familie Bauer kommt, in dem schon lange nicht mehr miteinander gesprochen wird. Der Film zeigt den Alltag im Leben einer Familie, der mit Erscheinen eines fremden Menschen aus dem Gefüge gerät. Die Low-Budget-Produktion war als einziger deutscher Film des gesamten Festivals 2011 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig zu sehen.

Im Wettbewerb Mittellanger Film hat Von Hunden und Pferden (nach einer Kurzgeschichte von Clemens Meyer, Regie: Thomas Stuber) Uraufführung. Matthias Brenner ist der Mittfünfziger Rolf, der für seinen Hund Piet auf der Leipziger Pferderennbahn alles auf eine Karte setzt und um viel mehr als nur ein Hundeleben spielt. Von Hunden und Pferden ist im letzten Herbst mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet worden. In der Jury-Begründung heißt es „Bitter schmeckt das Hoffnungsfieber nach dem Rennen. Kalt und düster sieht Boomtown Leipzig von unten aus. Aber dann hält auf der Leipziger Pferderennbahn die Welt den Atem an, in den paar Minuten, die über alles entscheiden. Zeitlupe, Mann und Hund und Pferd. Und plötzlich liegen zwischen Poesie und Realismus nur ein paar Mundharmonika-Töne. Wunderbar!“

Von Hunden und Pferden. (c) Filmakademie Baden-Württemberg

Sascha Hawemann brachte unter anderem diese Story in DIE NACHT DIE LICHTER im Centraltheater auf die Bühne. Im Stück wie im Film dabei: Hagen Oechel und Andreas Keller.

Bei LVZ Online gibt es eine Fotostrecke zum Dreh auf der Leipziger Pferderennbahn.

Im Wettbewerb Kurzfilm ist Anna Blomeier in Paul Florian Müllers ausgetüftelten Kurzkrimi 1949 (Der Filmtrailer auf imdb.com) zu sehen, einem intensiven, in Schwarz-Weiss gedrehtem Kammerspiel, das an die Stücke Dürrenmatts und den Film Noir erinnert.

Anna Blomeier in 1949. (c) Weydemann Bros.

Anna Blomeier in 1949. (c) Weydemann Bros.