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Noch bis zum 14. Juni laufen in und um Recklinghausen die Ruhrfestspiele, und in dieser letzten Woche sind gleich zwei Premieren mit interessanten Bekannten am Start.

oklahoma

Beim Schreiben geht es vielleicht immer um Gerechtigkeit. Um das Gefühl einer Ungerechtigkeit, die ins Lot gebracht werden soll. ›Der Mann aus Oklahoma‹ erzählt von einer solchen Suche und von der Kunst, auf dieser langen und letzten Endes sinnlosen Suche nicht allzu früh verbittert zu werden. Lukas Linder

Das Schauspiel Leipzig bringt Lukas Linders Gewinnerstück des Kleist-Förderpreises Der Mann aus Oklahoma  zur Uraufführung – eine sprachwitzig-virtouse und traurige-komische Geschichte, eine Geschichte vom Suchen – nach dem Vater, nach Orientierung, nach dem Erwachsenwerden. Regie führt Marc Lunghuß (2007 Motortown in der Neuen Szene). In der Hauptrolle wird Felix Axel Preißler zu sehen sein, außerdem spielen Anne Cathrin Buhtz, Jonas Fürstenau, Jonas Hien, Hartmut Neuber, Annett Sawallisch und Runa Schaefer.

Was du heute nicht verrätst, wird dich morgen töten.
Heiner Müller

Für das Schauspiel Hannover inszenieren Tom Kühnel und Jürgen Kuttner Heiner Müllers Der Auftrag. Corinna Harfouch, einst Müllers Lady Macbeth an der Berliner Volksbühne, spielt in dem Stück um Verrat und den Verlust von Utopien neben drei weiteren Leipziger Bekannten:  Sarah Franke, Hagen Oechel und Jonas Steglich. Mit dabei sind außerdem Harfouch-Sohn und Musiker Hannes Gwisdek und die Band mit dem schönen Namen Die Tentakel von Delphi.

Leider sind wir in diesem Jahr nicht so tief im Westen. Wir schicken dafür aus Leipzig gleich zwei herzliche Toitoitois und freuen uns auf die Vor-Ort-Premieren im Herbst.


Beide Festspielpremieren am Dienstag, dem 9. Juni.
» Der Mann aus Oklahoma in der Halle König Ludwig in Recklinghausen.
Leipzig-Premiere 11. Oktober
» Der Auftrag am Theater Marl.
Hannover-Premiere und Spielzeiteröffnung am 11. September