die theater-heute-höhepunkte des jahres – gorki vorn, stuttgart stark und leipziger autoren dabei

Schon in der Kritikerumfrage der Deutschen Bühne lag das Berliner Maxim Gorki Theater vorn, jetzt heimst es auch den Titel Theater des Jahres ein. 15 von 44 Kritikern sahen Shermin Langhoff und ihr Team vorn, sieben votierten für den Vorjahressieger, die Münchner Kammerspiele und vier für Armin Petras und das Schauspiel Stuttgart.

Peter Kurth in Onkel Wanja. Foto: Schauspiel Stuttgart.

Peter Kurth ist Onkel Wanja. Foto: Schauspiel Stuttgart.

Letzteres stellt mit Peter Kurth auch den Schauspieler und mit Katharina Knap die Nachwuchsschauspielerin des Jahres 2014 – beide in Leipzig nicht unbekannt und beide für ihr Spiel in Robert Borgmanns Tschechow-Inszenierung Onkel Wanja, der mit diesem Stück auch zum Zweitplatzierten im Rennen um den Titel Nachwuchsregisseur des Jahres wurde – zusammen mit Christopher Rüping (für Das Fest, ebenfalls am Stuttgarter Schauspielhaus).

Andreas Auerbach wurde für seine Bühne zur Leipziger Uraufführung von Und dann von drei Kritikern als Bühnenbildner des Jahres gesehen. Den Titel gewann Aleksandar Denic mit 9 Stimmen – für seine detailverliebten 3D-Fantasien in Castorfs Céline-Inszenierung am Münchner Residenztheater. Adriana Braga Peretzki hat die Céline-Akteure opulent ausstaffiert – wie u.a. auch die Schauspieler in mein faust und vielen anderen Hartmann-Produktionen und ist damit 2. Kostümbildnerin des Jahres hinter Victoria Behr für Fritschs Ohne Titel Nr. 1.

Am Beispiel der Butter (c) Rolf Arnold

Am Beispiel der Butter (c) Rolf Arnold

Bei der Auswahl der Uraufführungen hatte das Schauspiel Leipzig erwiesenermaßen ein glückliches Händchen. Nun krönen die Theater-Heute-Kritiker diesen Erfolg: Nachwuchsautor 2014 ist Ferdinand Schmalz für am beispiel der butter, (10 Nomninierungen hier und eine in der Hauptkategorie), Kopf an Kopf mit Wolfram Hölls Und dann (8 Votierende hier und drei weitere in der Hauptkategorie).