bald wird wieder gespielt

Endspurt für den theaterfreien Sommer, der größte Teil der – je nach Blickwinkel – Erholungspause oder Durststrecke ist überstanden. Am 29. August steht wahrscheinlich die erste Schlange der Saison vor der Theaterkasse, um eine der begehrten Schwarztaxi oder Centraltourist-Karten zu ergattern. Wir lesen schon einmal vorfreudig den druckfrischen Spielplan, denn da gibt es neben den großen Premieren – Fanny und Alexander am 22. September und Penthesilea am 27. Oktober – einiges zu entdecken.

Reicht es nicht zu sagen ich will Leben. Foto: DNT Weimar

Reicht es nicht zu sagen ich will Leben. Foto: DNT Weimar

Nora Schlockers Reicht es nicht zu sagen ich will leben, das kurz vor den Theaterferien in Weimar uraufgeführt und sehr positiv aufgenommen wurde, startet am 28. September in der Skala. Am großen Haus geht am 30. September die Wiederaufnahme von Clemens Meyer: Der Traum von Hollywood über die Bühne. Der Inszenierung ist nicht nur ein Teil des Titels (Sirk The East), sondern auch einiges an Spielzeit und bedauerlicherweise wohl auch Emma Rönnebeck abhanden gekommen. So gesehen ist die neue Short Version des Abends auch eine Premiere.

Schorsch Kamerun (Die goldenen Zitronen) hat zum Thema Das Ende der Selbstverwirklichung mehr als dreißig Interviews geführt und daraus ein Musiktheaterexperiment gemacht, das er am 7. Oktober  „gemeinsam mit Musikern, Kunststudenten, Gamern, Begeisterten und Enttäuschten“ in der Skala präsentieren wird.

Kinder der Sonne. Foto: Arno Declair, Deutsches Theater Berlin.

Kinder der Sonne. Foto: Arno Declair, Deutsches Theater Berlin.

Am 15. und 16. Oktober gastiert das Deutsche Theater Berlin mit Gorkis Kinder der Sonne im Centraltheater. In der vielgelobten Inszenierung Stefan Kimmigs sind unter anderen Ulrich Matthes, Alexander Khuon und Nina Hoss zu erleben.

Umbesetzungen gibt es in Sascha Hawemanns großartigem We are blood, das in diesem Jahr bei den Mühlheimer Theatertagen zu Gast war. Statt Melanie Schmidli (Lisa) und Paul Matzke spielen Carolin Haupt und Günther Harder. Erste Aufführung am 22. Oktober, Skala.

Und dann steht da noch Timbuktu im Spielplan (Skala, Start: 28. Oktober). Paul Austers Roman, erzählt aus der Sicht des Hundes Mr. Bones, wurde von Marco Stichweh fürs Theater bearbeitet und von Lucas Solange inszeniert. Besonderes Highlight: Die Bühnenmusik stammt von US-Musiker Adam Green (Moldy Peaches). Nach Leipzig kommt nun, nach Besetzung und Stab zu urteilen, die Adaption der Tübinger Uraufführung vom Schauspiel Frankfurt.