stuttgart 21! – armin petras bleibt bis 2021 intendant

Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Vertrag von Armin Petras vorzeitig und bis 2021 zu verlängern.

Armin Petras Foto: Arthur Zalewski

Foto: Arthur Zalewski

„Armin Petras ist ein künstlerischer Unruheherd, der dem Schauspiel Stuttgart gut zu Gesicht steht. Ungewöhnliche künstlerische Handschriften brauchen Zeit um sich beim Publikum durchzusetzen. Wir geben ihm bewusst diese Zeit, die es braucht, um einem Haus wie in Stuttgart eine eigene Prägung zu geben.“

… so Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst von Baden-Württemberg. Hartmann, Borgmann, Castorf  – leichte Kost serviert Petras nicht und hat es wohl auch deshalb nicht leicht mit dem Stuttgarter Publikum (bzw. das Stuttgarter Publikum mit dem Intendanten). Zum Ende der letzten Spielzeit titelte die Stuttgarter  Zeitung „Vergrault vom Theater der Bescheidwisser“, sah bedrohlichen Besucherrückgang und eine „fatale Mischung aus Ambition und Infantilität„, die sich durch die ganze Spielzeit gezogen hätte.

Besonderer Anlass zur Freude deshalb, dass diese Stadt trotz Gegenwind hinter ihrem Intendanten steht und auf längere Sicht Kontinuität in der künstlerischen Arbeit ermöglicht. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn freut sich auf mehr und lobt Petras, der wertvolle Theaterarbeit leiste, sein Publikum fordere und ästhetisch anspruchsvolles Theater schaffe, das zur Auseinandersetzung anregt. Da freuen wir uns mit – zur Zeit probt Petras Shakespeares Sturm. In der Rolle des Prospero wird Manuel Harder zu sehen sein – Premiere ist am 11. Dezember.