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halt den mund, gott! hartmann mit lear und lotz am deutschen theater

Die Bühne des Deutschen Theaters ist in ein alles gleichmachendes, die Konturen weichzeichnendes Weiß getaucht. In der Mitte steht, wie die sprichwörtliche, quichot’sche Mühle ein übergroßes Windrad. Allein, die Flügel, die hier aus Leuchtröhren bestehen, drehen sich nicht einmal mehr. Der Kampf ist verloren, bevor er überhaupt anfängt und Lears Königreich ein Geisterreich der Untoten. Oder zumindest die Palliativstation der alten Herrscher.

#schöne neue spielzeit II: auswärts-spiele

Es geht wieder los! Wir haben die theaterlose Zeit entgegen anderslautender Befürchtungen mal wieder überstanden und freuen uns umso mehr auf den anbrechenden, hopefully goldenen Theaterherbst, welcher nach Hannover, Wien, Berlin Berlin Berlin und Mülheim führt zu Inszenierungen von Robert Borgmann, Alex Eisenach, Martin Laberenz, Philipp Preuss, Gordon Kämmerer, Sascha Hawemann und Jürgen Kruse.

„es ist nicht das, wonach es aussieht“ – sebi hartmann geht in stuttgart auf sabinerinnen

Sebastian Hartmann hat am Schauspiel Stuttgart schon zwei starke, aber auch anstrengende und lange Abende gemacht – viele Fans hat er damit im Ländle nicht gewonnen. Jetzt kommt er mit einer Komödie zurück und mit der Ansage, sich mit dem Zuschauern und dem Zuschauen auseinandersetzen zu wollen. Das wiederum geht äußerst lustvoll und unterhaltsam vor sich – „Der Raub der Sabinerinnen“ beginnt als herrlicher Spaß und endet in einer sehr ernsthaften Liebeserklärung ans Theatermachen.