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im herzen die finsternis – sebastian hartmanns „dämonen“ in frankfurt

Vorab gesteht der Rezensent, Dostojewskis Dämonen, die Sebastian Hartmann am Freitag am Schauspiel Frankfurt inszenierte, nicht gelesen zu haben. Was bildungslückenhaft gewagt klingt, erweist sich als Vorteil: Es entfällt die Suche nach Orientierung in der Romanvorlage, die der Regisseur bewusst verwehrt. Dafür begeben sich Hartmann und Ensemble ganz tief hinein in die menschliche Seele. Und dort funkelt es fiebrig und düster.

ein theater-winter-vorguck nach leipzig, frankfurt, oberhausen, stuttgart und hannover

“ Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles. Sie werden beständig zu früh gefasst.“ … meinte der große Oscar Wilde, deshalb haben wir uns noch ein paar Tage Zeit gelassen mit dem Vorsatze, im neuen Jahr mindestens genauso oft ins Theater zu gehen wie im alten – wenn nicht gar öfter – und schauen jetzt, was die ersten Monate in Zwanzigfünfzehn so im theatralen Angebot haben.

bunt ist das neue schwarz – günther harder in black rider am schauspiel hannover

Am Schauspiel Hannover tummeln sich so einige Centralspieler: Sarah Franke, Hagen Oechel, Christian Kuchenbuch, Emma Rönnebeck, Günther Harder und Jonas Steglich kann man hier zur Zeit spielen sehen. Am Haus inszenieren Albrecht Hirche und Sascha Hawemann – Grund genug, immer mal wieder an die Leine zu reisen. Ende März haben wir gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und zunächst Günther Harder in Albrecht Hirches Inszenierung des Black Rider gesehen.