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halt den mund, gott! hartmann mit lear und lotz am deutschen theater

Die Bühne des Deutschen Theaters ist in ein alles gleichmachendes, die Konturen weichzeichnendes Weiß getaucht. In der Mitte steht, wie die sprichwörtliche, quichot’sche Mühle ein übergroßes Windrad. Allein, die Flügel, die hier aus Leuchtröhren bestehen, drehen sich nicht einmal mehr. Der Kampf ist verloren, bevor er überhaupt anfängt und Lears Königreich ein Geisterreich der Untoten. Oder zumindest die Palliativstation der alten Herrscher.

woher? na, aus’m osten. aber wohin? die neue saison am schauspiel leipzig

Was für eine Woche! Am Mittwoch wird Skadi Jennicke mit großer Mehrheit zur neuen Kulturbürgermeisterin gewählt, dann treten Verfahrensfehler zu Tage – nun muss die Wahl wiederholt werden. Einen Tag nach der Vorstellung der neuen Schauspiel-Saison am Donnerstag gibt die Stadt ihre Intendanten-Vertragsverlängerungs-Bestrebungen bekannt. Über letztere entscheidet der Stadtrat in der Juni-Sitzung, was es ab Herbst in der Bosestraße gibt, lest ihr hier.

centraltheater goes recklinghausen

Hartmann und Laberenz bei den Ruhrfestspielen 2012

Nach der Einladung der Centraltheater-Inszenierung PARIS, TEXAS im letzten Jahr gibt es in diesem Jahr gleich zwei Koproduktionen von Ruhrfestspielen und Centraltheater:

Sebastian Hartmann inszeniert Tolstois monumentales Epos KRIEG UND FRIEDEN, Premiere ist am 10. Mai 2012. Die Bühne entsteht in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Maler Tilo Baumgärtel, für die Musik sorgt dieses Mal nicht Steve Binetti, sondern Sascha Ring (Apparat).

Das gemeinsame Projekt von Wolfram Lotz und Martin Laberenz mit dem Arbeitstitel ZERSCHOSSENE TRÄUME hat am 1. Juni Premiere. Autor und Regisseur suchen im gegenseitigen Überschreiben eine Radikalisierung der jeweils eigenen Haltung – das Stück selbst entsteht erst während der Proben.