vorguck #1
thomas dannemann macht uns den hamlet

Es geht wieder los! Am 2. Oktober ist Saisonstart auf der großen Bühne des Schauspiels Leipzig mit HAMLET. Hamlet, weil, nun ja, sich in diesem Jahr die friedliche Revolution zum 25. Male jährt und vor einem Vierteljahrhundert ebenfalls Shakespeares wohl bekanntestes Stück auf dem Spielplan stand.

Damals in einer Inszenierung von Karl Georg Kayser. 2001 fragte dann Sylvester Groth nach dem Sein oder Nichtsein und auf des Centraltheaters Hinterbühne ließ Sascha Hawemann die shakespearschen Figuren inmitten von Säcken und Kleiderstangen voller Kostüme agieren.

Thomas Dannemann. Foto: Joachim Gern

Thomas Dannemann. Foto: Joachim Gern

Den 2014er Hamlet wird Thomas Dannemann inszenieren. Den kennt der geneigte Fernsehzuschauer als Schauspieler zum Beispiel aus Danny Lowinski, Kommissarin Lucas, Wilsberg oder Mord mit Aussicht. Auch im Kino war er zu sehen, unter anderen in Hans Weingartners Die Summe meiner einzelnen Teile und Lars Kraumes Keine Lieder für die Liebe. 2004 wurde Dannemann von der Kritik zum Schauspieler des Jahres gewählt.

Thomas Dannemann, der an der Ernst Busch in Berlin studierte und am Deutschen Theater, der Schaubühne und der Wiener Burg bei u.a. Jürgen Gosch, Thomas Langhoff, Thomas Ostermeier, Johanna Schall und George Tabori spielte, inszenierte in den letzten Jahren immer wieder auch selbst. 2013 brachte er am Schauspiel Hannover in einer gelobten Inszenierung Abhörprotokolle aus amerikanischen und britischen Kriegsgefangenenlagern (Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben, » hier die nachtkritik) und Peer Gynt (» zur Kritik der HAZ) auf die Bühne.

Und auch Dostojewkis Schuld und Sühne – mit Ingolf Müller-Beck in der Rolle des Porfirij in der letzten Spielzeit am Nationaltheater in Weimar trug Dannemanns Handschrift.

Der 1968 in Bad Saarow in Brandenburg geborene Schauspieler und Regisseur inszeniert nun zum Spielzeitauftakt in Leipzig den Hamlet.
Premiere ist am 2. Oktober auf der großen Bühne.
Es spielen unter anderen: Wenzel Banneyer,  Ulrich Brandhoff, Ellen Hellwig, Andreas Keller, Markus Lerch und Bettina Schmidt.
Toitoitoi!