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nordkurve #3
fritschs kassette am schauspielhaus: wieso denn bloß?

Eben noch erzähl ich meiner Begleitung im Foyer, wie gern ich Stofftapete mag, nun sehe ich vor mir auf der Bühne ein riesiges Rund derselbigen in blau, geziert mit gelben Blümchen. Gestört oder ergänzt wird diese Glückseligkeit einzig durch einen monumentalen Kamin mit Knister-Knaster-Feuerchen nebst dafür nützlichen, ebenso monumentalen Holzscheitstapel zur Rechten und einem herrlichen Konzertflügel zur Linken, allesamt stehend auf leicht spiegelndem Bühnenboden. Dies ist also die Kulisse für Carl Sternheims Komödie Die Kassette, inszeniert von Herbert Fritsch, premierierend am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

ein theater-winter-vorguck nach leipzig, frankfurt, oberhausen, stuttgart und hannover

“ Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles. Sie werden beständig zu früh gefasst.“ … meinte der große Oscar Wilde, deshalb haben wir uns noch ein paar Tage Zeit gelassen mit dem Vorsatze, im neuen Jahr mindestens genauso oft ins Theater zu gehen wie im alten – wenn nicht gar öfter – und schauen jetzt, was die ersten Monate in Zwanzigfünfzehn so im theatralen Angebot haben.