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theaterwissenschaft leipzig – der protest geht weiter

Ein Einlenken der Uni-Leitung ist nicht in Sicht, stattdessen wird fröhlich der Schwarze Peter zwischen Alma Mater und dem Land Sachsen hin und hergeschoben und die Mär von den gut ausgestatteten Universitäten weitererzählt. Der Protest mag – ob dem, was auf dem Spiel steht – einigen zu klein erscheinen, aber er geht weiter. Hier findet ihr die kommenden Aktionen

die theaterwissenschaft leipzig kämpft!

Im Januar beschloss das Rektorat der Uni Leipzig die Schließung der renommierten Leipziger Theaterwissenschaft. Studenten und Professoren kämpfen seitdem gegen den Beschluss und bekommen Unterstützung von ehemaligen Absolventen, Theatermachern wie Armin Petras und Volker Lösch, Kulturschaffenden aus ganz Deutschland und Partnerinstituten aus der ganzen Welt. Knapp 15.000 Menschen unterzeichneten bislang die Onlinepetition – Unirektorin Schücking hält dagegen an den Schließungsplänen fest und sagt in der Zeit der Alma Mater Lipsienis eine schwarze Zukunft voraus.

… und das ganze hat gestunken …

Hermann Nitsch war da und hat trotz aller Aufregung, neuer Auflagen, vermeintlicher Verbote und protestierender Tierschützer sein „Drei-Tage-Spiel“ gefeiert. Ein Rind, mehrere Schweine und drei große Störe waren nebst Innereien und literweise Blut am Samstag Teil der Aktion. Wie diese Tiere nun gesetzeskonform beschafft wurden, bleibt im Dunkeln.

mit dem essen spielt man nicht?

Update: Theater ums Theater. Nitsch darf Fleisch in seiner Aktion verwenden. Was er nicht darf, ist Tierkadaver extra für die Aktion bestellen – das dürfe aber nicht als Verbot der Veranstaltung interpretiert werden. Soweit die Stadt. Seit gestern sorgt ein Schreiben OBM Jungs an die Intendanz für Aufregung, zeitweise sah es so aus, als könnten Teile des 3-Tages-Spiels am Wochenende nicht stattfinden.