Im Sommer konnten wir sie uns schon Grassi-Hof in Viel Lärm um nichts – dem Sommertheater der HMT Leipzig angucken. Jetzt sind acht Studenten aus der Sommertheater-Mannschaft im Leipziger Schauspielstudio gestartet. Und das fulminant, man kann es nicht anders sagen.
drei, zwo, eins, los! – das neue studio am schauspiel leipzig
so macht das denken feige aus uns allen – haußmanns hamlet am be
Nach dem die schon gebuchte Aufführung vorletztes Frühjahr Robert-Wilson-Proben zum Opfer fiel, hat es Thomas Pannicke jetzt endlich in Leander Haußmanns Hamlet am Berliner Ensemble geschafft und fand sich in Splatter-Szenen statt -Filmen, aber auch in schönen Details wieder.
komisch, poetisch, verspielt und international – objekttheatergastpiele am wochenende
Was es mit Plastiktüten-Schwänen und Teelöffel-Heringen auf sich hat und wie man mit einem nicht-weit-vom-Stamm-gefallenen Apfel von Liebe, […]
minus mal minus ergibt plus – der minusmensch in der diskothek
Reproduktionsmedizin, Samenbank, social Freezing. Im Ernst – Soziales Einfrieren? Kinderwunsch und Wunschkinder im Zeitalter absoluter Familienplanbarkeit. Klingt eher steril als sexy. Aber, Überraschung – Dieser Minusmensch unterhält ganz vortrefflich im ewigen Eis der Zwischen(un)menschlichkeit …
keiner ist eine insel? armin petras fädelt kruso am schauspiel geschickt ein
Armin Petras erzählt mit Lutz Seilers „Kruso“ eine Geschichte von zwischen Zeitfäden gefangenen Inselmenschen, von Freiheit und System, mit toten Füchsen, einem toten Land, der ewigen Suppe und voller Poesie.
robert borgmann macht oper, carsten rüger macht licht – così fan tutte in berlin
Wenn ein Schauspiel-Regisseur Mozart inszeniert, dann traut sich auch der Schauspiel-Blog mal Musiktheater. Und kam zwar immer noch fachfremd aber doch überraschend beglückt aus dem Premierenabend an der Deutschen Oper Berlin.
zwischen freibad und freiheit – 89/90 am schauspiel leipzig
Claudia Bauer, vom Haus schon mit dem Stempel „Expertin für unspielbare Stoffe“ versehen, hat für Peter Richters DDR-Endzeit-Anekdotensammlung eine spannende Bühnenform gefunden. Und diese dann ein bisschen zu sehr durchgehalten. Aber allein dieser Chor!
vom genie geküsst – wilde & vogel und die empfindsamkeit der giganten am westflügel
Da ist es gleich zu Beginn – dieser unernste Ernst, das Augenzwinkern, das Hineinlocken in die Theaterzauberwelt: Ein leerer Stuhl quert wie von unsichtbaren Fäden gezogen den Saal und sorgt für gespannte Heiterkeit. Mit einem vollklingenden Gong werden sie dann gerufen, die (empfindsamen) Giganten: Bach! Freud! Da Vinci! Gelingt es, ihnen ihr Genie zu entreißen? Und es demokratisch unter den Anwesenden zu verteilen? Kommt und seht!