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oper neu: fidelio in halle

Reihesiebenmitte-Leser werden sich an die heftigen Diskussionen erinnern, die es um die Oper Halle im Frühjahr gab. Die Mitteldeutsche Zeitung veröffentlichte einige böse Leserbriefe, dubiose Zahlen kursierten, schließlich gab es eine Zuschauerkonferenz, auf der das Publikum sich aber überwiegend positiv äußerte. Ein Kritikpunkt war allerdings, daß sich so mancher Zuschauer mal wieder Oper fürs Auge wünschte – tolles Bühnenbild, opulente Kostüme. Er habe zur Spielzeiteröffnung etwas in genau der Art geplant, meinte Intendant Florian Lutz mit einem verschmitzten Lächeln.

euro-scene: „dinge, die man leicht vergisst“

Die 27. Ausgabe der euro-scene ist Geschichte. Wieder einmal ist es den Organisatoren unter Leitung der Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff gelungen, ein spannendes Programm zusammenzustellen. Unter dem Motto „Ausgrabungen“ gab es Inszenierungen zu sehen, die Theatergeschichte geschrieben haben. Daneben aber auch kleine Schätze, die man nicht so leicht vergisst.

es ist auch dein zauberland! der gelbe nebel am schauspiel leipzig

Das Schauspiel Leipzig hat die diesjährige (Weihnachts)Märchen-Saison mit dem nunmehr dritten Wolkow eingeläutet: nach fiesen Hexen und dem schlauen Urfin droht der Smaragdenstadt heuer eine recht nebulöse Gefahr. Und dem Publikum ein fantastisches Abenteuer um die Kraft der Freundschaft und Macht der guten Gedanken.

neustart am berliner ensemble

Während sich die Aufregung um den Intendantenwechsel an der Berliner Volksbühne noch immer nicht gelegt hat, ging es am Berliner Ensemble doch wesentlich ruhiger zu. Dort endete im Sommer die 18jährige Intendanz von Claus Peymann. Nachfolger wurde Oliver Reese, der zuletzt Intendant am Schauspiel Frankfurt/M. war, ein gestandener Theatermann also, somit eine Garantie dafür, daß das BE auch weiterhin ein Ensemble- und Repertoiretheater sein wird – im Gegensatz zur Volksbühne.