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that’s entertainment – kruses neuer streich am schauspiel frankfurt

Ein neuer Kruse-Kosmos ist vergangenen Samstag im Bauch der Frankfurter Kammerspiele erstanden: Entertaining Mr. Sloane heißt das Stück im Original, und nicht nur dieser wird in der Inzenierung der bitterbösen Komödie Joe Ortons (zu deutsch: Seid nett zu Mr. Sloane) bestens unterhalten.

im herzen die finsternis – sebastian hartmanns „dämonen“ in frankfurt

Vorab gesteht der Rezensent, Dostojewskis Dämonen, die Sebastian Hartmann am Freitag am Schauspiel Frankfurt inszenierte, nicht gelesen zu haben. Was bildungslückenhaft gewagt klingt, erweist sich als Vorteil: Es entfällt die Suche nach Orientierung in der Romanvorlage, die der Regisseur bewusst verwehrt. Dafür begeben sich Hartmann und Ensemble ganz tief hinein in die menschliche Seele. Und dort funkelt es fiebrig und düster.

bunt ist das neue schwarz – günther harder in black rider am schauspiel hannover

Am Schauspiel Hannover tummeln sich so einige Centralspieler: Sarah Franke, Hagen Oechel, Christian Kuchenbuch, Emma Rönnebeck, Günther Harder und Jonas Steglich kann man hier zur Zeit spielen sehen. Am Haus inszenieren Albrecht Hirche und Sascha Hawemann – Grund genug, immer mal wieder an die Leine zu reisen. Ende März haben wir gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und zunächst Günther Harder in Albrecht Hirches Inszenierung des Black Rider gesehen.

alles schweiz … oder was?

Weil der offiziellen Buchmessen-Vertretung der Schweiz sein überdimensionales Schweizer-Kreuz aus PET-Flaschen nicht genehm war, stellte der Schweizer Künstler und Kulturveranstalter Beat Toniolo kurzerhand ein Gegen- oder besser ein Parallel-Programm zum offiziellen Auftritt Schweiz auf die Beine.

draußen vor der tür: du bist back, mann?

Jürgen Kruse inszeniert wieder! Für das Schauspiel Frankfurt hat er Borcherts Draußen vor der Tür neu gelesen, co-regiert, aufgeladen, komponiert, ins Kruse-Universum gezaubert. Und was war das für eine Premiere, was für ein großartiger Einstand für Manuel Harder im Frankfurter Ensemble! Ein Beckmann, der einen direkt in die Magengegend trifft. Wir waren dabei und haben viel, aber längst nicht alles gesehen.