Normalerweise machen wir euch ja nicht die Nase lang mit Abenden, die nicht mehr laufen. In diesem Fall: klare Ausnahme. Zu zauberhaft, komisch, heartwarming war das Sina-Martens-Solo „Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn“, dass als Werkstattproduktion in dieser Woche im LOFFT zu sehen war …
wellenreiten auf hoher see – sina martens solo im lofft
schnapspfützenleserei ohne erlösung – die hockenden in der diskothek
„die hockenden“ (beides bedeutungsschwanger klein angefangen)? Ah, Problemstück, denkt sich die erprobte Theaterista auf dem Weg in die Diskothek und in der Tat: sperriger Text, die Stimmung düster, latent grelle Ausstattung, die Bühne ein Un(ort), dessen Enge und Tristesse kaum Luft zum Atmen lassen. Wie daraus ein recht intelligent-vergnüglicher Theaterabend wird? Weiterlesen!
wer hat nochmal, wer will noch nicht
fabian als böse show am theater altenburg
In Altenburg hat der junge Regisseur Fabian Alder Kästners „Fabian“ inszeniert – als schräg-düstere Revue auf einer opulenten Showtreppe. Auf dieser spielt auch Lara Waldow vom Studio Schauspiel Leipzig – Grund genug, mal wieder ein Theater im Sonntagsausflugs-Radius zu besuchen.
berlin, wien, tallinn … leipzig: thomas frank wird leiter der residenz
Die Residenz des Schauspiel Leipzig bekommt einen neuen Chef. Der Dramaturg und Kurator Thomas Frank übernimmt mit der Spielzeit 16/17 in der Spinnerei das Ruder. Die Planungen für die Saison sind dann allerdings schon fertig – somit wird die übernächste die erste von Frank selbst kuratierte Spielzeit sein.
theatertreffen-einladung für schauspiel leipzig jugendclub
Sorry, eh … aber wir fahren nach Berlin! Der so benamste Jugendclub des Schauspiel Leipzig kann mit einer […]
allerorten herzerlfresser … hörspiel mit marina frenk und maximilian brauer
„Wer einen Herzerlfresser fangen will, kann leicht sein eigenes Herz verlieren!“ Während am Schauspiel Leipzig heute Abend eine […]
ist denn überhaupt noch jemand da? castorfs tschewengur am schauspiel stuttgart
Frank Castorf ist für sein Interesse an russischen Romanen bekannt. Nach diversen Dostojewski-Inszenierungen hat er jetzt bei seiner ersten Regiearbeit in Stuttgart einen neuen Autor für sich entdeckt. Einen, den manche Literaturkenner in eine Reihe mit Joyce, Musil und Kafka stellen, der aber dem breiten Publikum kaum bekannt ist. Was von Dichter und Inszenierung zu halten ist, berichtet Thomas Pannicke aus Stuttgart.
richten sie die schleppe, schlampe!
die zofen in den cammerspielen
Ein enger, schwarzer Raum, darin ein Tisch als einziges Requisit, die vierte Wand schmückt eine schmale Spitzengardine – mehr braucht es auch nicht für die zwei Schauspielerinnen, die sich hier in knapp eineinhalb Stunden ein Leben erspielen, um ihr Leben spielen und selbiges am Ende verspielen.