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alles schweiz … oder was?

Weil der offiziellen Buchmessen-Vertretung der Schweiz sein überdimensionales Schweizer-Kreuz aus PET-Flaschen nicht genehm war, stellte der Schweizer Künstler und Kulturveranstalter Beat Toniolo kurzerhand ein Gegen- oder besser ein Parallel-Programm zum offiziellen Auftritt Schweiz auf die Beine.

open your eyes and see

Eine weiße Bühne, im Hintergrund wabengleich sechs Sechsecke – wie aus einer chemischen Verbindung – aus denen sich zwei Tänzer lösen, während die Schauspieler ihren Weg durch die Zuschauerreihen suchen. So beginnt Crystal, das heute Abend am Theater der jungen Welt seine Leipzig-Premiere feiert. Wir durften die Variationen über den Rausch schonmal vorab in einer Probe durchleben.

bildgewaltiges fest der schauspieler – hartmanns löwe brüllt am deutschen theater

Um ein Stück von Sebastian Hartmann sehen zu können, mußte man bisher nach Leipzig kommen – noch läuft hier die Studioinszenierung Der große Marsch. Seit letzten Freitag hat nun auch Berlin wieder einen Hartmann-Abend. Am Deutschen Theater inszenierte er Der Löwe im Winter, ein Stück von James Goldman, das in den 60er Jahren ein großer Broadway-Erfolg war und 1968 mit Peter O’Toole und Katharine Hepburn verfilmt wurde.

die theaterwissenschaft leipzig kämpft!

Im Januar beschloss das Rektorat der Uni Leipzig die Schließung der renommierten Leipziger Theaterwissenschaft. Studenten und Professoren kämpfen seitdem gegen den Beschluss und bekommen Unterstützung von ehemaligen Absolventen, Theatermachern wie Armin Petras und Volker Lösch, Kulturschaffenden aus ganz Deutschland und Partnerinstituten aus der ganzen Welt. Knapp 15.000 Menschen unterzeichneten bislang die Onlinepetition – Unirektorin Schücking hält dagegen an den Schließungsplänen fest und sagt in der Zeit der Alma Mater Lipsienis eine schwarze Zukunft voraus.

theaterwissenschaft leipzig kämpft!

Seit Ende letzter Woche steht fest: Sollten die vom sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst geforderten Kürzungen (24 Stellen weniger ab 2015) so wie geplant durchgeführt werden, bedeutet das die Schließung der Theaterwissenschaft Bitte nehmt euch die Zeit und unterzeichnet die Onlinepetition!

charlotte ≠ insel und die liebe eine zweischneidige scheiße

Nis-Momme Stockmanns neuer Theatertext «Charlotte» reibt sich an Goethes «Wahlverwandtschaften». An der Frage, ob man eine Wahl hat. Oder eher: wer aus der Verwandtschaft denn die Wahl hat. (Hier: Die Mutter.) Haben sollte. (Alle?) Und wer sie nicht hat. (Immer: Die Kinder.)