Räuber-Ratten-Schlacht | Schauspiel Hannover

waschhausratten und schweigefüchse – alex eisenachs letzter aufschlag in hannover

„Das ist kein Zufall, das ist gut gebaut“, heißt es in einer Szene, an der ein Requisit genau an der Stelle und in dem Moment auftaucht, wo es gebraucht wird. Genauso verhält es sich mit dem ganzen Abend: unglaublich klug verwebt er seinen Schiller mit Hauptmann und Heiner Müller zu einer deutschen Tragödie und lässt Gedanken, Bilder, Erkenntnisse und Fragen auf den Punkt genau an den richtigen Stellen aufblitzen. Er wechselt so behände Zeiten und Räume, dass es einen schwindelt. Und Sprachen, auch wenn es sich dabei immer um Deutsch handelt.

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Offener Brief & Demonstration in Berlin

dürfen, können, müssen, sollen – ein paar gedanken zur atlas-debatte, nummeriert

Nun denn, auch von uns noch Senf zur aktuellen atlas-Teilhabe-und-Aneignungsdebatte … nebst einer Linkversammlung der bisherigen Wortbeiträge.

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Schuld und Sühne | Staatsschauspiel Dresden

mensch oder laus? düsteres oratorium kollektiver menschheitsverbrechen

Nicht von ungefähr bedient sich der neue Sebastian-Hartmann-Abend am Dresdner Schauspielhaus der Dostojewski-Übersetzung Swetlana Geiers, die Verbrechen und Strafe heißt und nicht Schuld und Sühne. Verschiebt sich doch schon durch die Begrifflichkeit der Denk- und Spielraum vom Moralisch-Persönlichen aufs gesellschaftliche Ganze und fragt nach einer kollektiven Ethik anstatt nach individueller Schuld.

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Lenz in Metropolis | Schaubühne Lindenfels

no god in the sky? büchners lenz im raster

Büchners Lenz ist ein Borderliner, den Getriebener, Hypersensibler, bei dem Lebensmut unmittelbar in tiefste Verzweiflung, ja in unerträgliche Leere umschlagen kann. Der rastlos ist und doch Halt sucht. Der, in sich selbst gefangen, nicht aus der eigenen Isolation auszubrechen vermag. An der Schaubühne Lindenfels versucht René Reinhardt in einer Mischung aus Sprache, Tanz, Musik und Sound in Büchners Textfragment und die Gedankenwelt des Protagonisten einzutauchen.

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