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höchstvergnügliches containern in der disko

In der Regie von Miguel Abrantes Ostrowski hatte am letzten Samstag die Studio-Inszenierung Premiere in der Diskothek. Es ging um nicht weniger als das verschwundene goldene Kalb, kollektiven Irrsinn und die Macht der Behauptung und hat – das vorab – ziemlich fett Spaß gemacht.

everything’s not lost – meyerhoff-solo zu gast an der volksbühne

Aus der Not eine Tugend: Ein Jahr ist seit Chris Dercons Abgang von der Volksbühne vergangen, seit April 2018 versucht Interimsintendant Klaus Dörr den Kahn wieder flott zu kriegen – unter anderem lädt er Gastspiele ein, für die man sonst weiter bis viel weiter hätte reisen müssen: So kommt Ende März z.B. die Dernière vom „Immer noch Sturm“ aus Hamburg in die Hauptstadt, das Schauspiel Hannover ist mit „Der Auftrag“ und „Die Edda“zu sehen und gerade war das Wiener Akademietheater mit dem Joachim-Meyerhoff-Solo „Die Welt im Rücken“ zu Gast. So ein Glück!

wilde pferde, gebrochene rippen und eine große theater(liebe)

Andreas Keller? Der ist doch schon immer hier! Allein in Leipzig spielt er schon so lange Theater, dass es scheint, er wäre schon immer da gewesen. Unter drei Intendanten hat er gespielt, zwei hat er gehen sehen. In Leipzig hat er auch studiert und war hernach u.a. in Altenburg, Magdeburg, Schwerin, Bremen, Essen und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen engagiert. In diesem Jahr wird Andreas Keller mit dem THEATERPREIS DES FREUNDESKREISES Schauspiel Leipzig ausgezeichnet.

allen leuten recht getan … ein gespräch mit r7-autor thomas pannicke zum aus für intendanten florian lutz

Der Vertrag mit Opernintendanten Florian Lutz an der Oper Halle wird nicht verlängert. Das hat der Aufsichtsrat der Theater, Opern und Orchester GmbH Halle (TOOH) am letzten Freitagnachmittag entschieden. Unser Autor Thomas Pannicke war zuletzt ziemlich oft in der Nachbarstadt in der Oper. Und das, obwohl er eigentlich gar nicht wirklich musiktheater-affin ist. Was ihn angelockt hat, wollten wir von ihm wissen und was er zur aktuellen Entscheidung sagt. Und eine Opernpremiere gab es auch noch.

du elender, roher, widerwärtiger, lieber mensch!

In einer kleine Szene recht am Anfang fragt der Liliom die Julie, ob sie ihn denn lieb habe. „Nein“, bekommt er zur Antwort. Warum sie denn dann bei ihm bliebe, will er wissen. Die Antwort ist ein trotzig-trutziges „Halt so!“. Und ganz genauso-halt-so! wuppt Sascha Hawemann Molnars Kleine-Leute-Rummelplatz-Drama auf die Bühne des Bonner Schauspielhauses: Ohne Erklärungsversuche, ohne Urteil und Wertung, ohne Kirmeskitsch und Vorstadtbierseligkeit. Ein hartes und rohes So isses und dennoch oder deswegen eines voll Herz und Poesie. 

wer nur mit worten liebt, ist nicht mein freund

Leichtfüssig beginnt dieser Abend in der Box des Deutschen Theater Berlin. Lisa Hrdina und Jonas Sippel tanzen zunächst passend zu Another One Bites the Dust als Krähen auf dem staubigen Leichenacker. Hernach erzählen die beiden schrägen Galgenvögel fein launig erst einmal die ganze, tragische Vorgeschichte des antiken Dramas dieser Antigone. Falls wir die nicht mehr so ganz auf dem Schirm hatten …

le clûb lebt … wenzel banneyers latenight, jetzt @naumanns

Totgesagte leben länger: Le Clûb, das Schauspiel-Leipzig-Latenight-Format geht neue alte Wege und ist nach langer Pause im Leipziger Westen sozusagen wiederauferstanden. Ein langer Abend mit tollen Menschen, schrägen Typen, erstaunlichen Entdeckungen und einem Moderator mit Passierschein für die eine oder andere lässige Schmerzgrenzen-Überquerung.